ACHTUNG: DAS KOPIEREN DER TEXTE UND BILDER IST VERBOTEN!

Kaninchen brauchen unterschiedlich viel Pflege. Löwenköpfchen müssen nur 1-2 mal im Monat gebürstet werden, Teddies/Langhaar Kaninchen dafür 1-2 mal pro WOCHE (kommt darauf an wie schnell das Teddyfell Knoten bekommt). Knoten können vorsichtig mit einer Fellscherre rausgeschnitten werden.

 

Allgemeine Infos:

 

Kaninchen brauchen viel Auslauf und sind KEINE Einzelgänger. Sie brauchen min. 1 Artgenossen oder sie können auch in Gruppen gehalten werden. Die Kombination Meerschweinchen und Kaninchen ist nicht Ideal, da sie zwei ganz verschieden Tiere sind. Meerschweinchen haben eine andere Duftsprache und komplexe Lautsprache welche von Kaninchen nicht beherrscht wird. Daher ist eine Kommunikation zwischen den zwei Tierarten nicht möglich. Meerschweinchen putzen sich nicht gegenseitig- dies gehört aber zur täglichen Fellpflege der Kaninchen und dem etablieren einer Rangordnung. Ihre Laute und Körpersprachen sind so anders, das es fast einfacher wäre die Tiere jeweils einzeln statt zusammen zu halten (was wir keinesfalls unterstützen da Kaninchen und Meerschweinchen Artgenossen von der selben Tierart brauchen). Achtung: Einzelhaltung verstößt gegen das Tierschutzgesetz!

Mehr zu dem Thema Meerschweinchen und Kaninchen: http://www.diebrain.de/kandere.html

Wir Empfehlen diese Kombinationen:

1 Kastrat und 1 Weibchen

2 Frühkastraten

1 Kastrat und 2 Weibchen

1- 2 Kastraten in einer Weibchen Gruppe

Da Weibchen untereinander und den Menschen gegenüber sehr Zickig werden sobald sie ihre Geschlechtsreife erreichen, empfehlen wir die Kombination 2 Weibchen ohne einen Kastrat nicht! Jedoch kann dies nur funktionieren wenn die Weibchen Wurfgeschwister sind.

 

Die richtige Haltung:

 

Das Futter:

Wir verfüttern unseren Tieren täglich Grünhopper ("Adult" vermischt mit "Kraut und Rüben" und "Urgetreide"- die Jungtiere bekommen "Mutter und Baby" und "Junior" verfüttert).

Die gesündeste und wichtigste Nahrung der Kaninchen wäre eine natürliche Kräuterwiese. Die verschiedenen Kräuter und Gräser erhalten alle wichtigen Nährstoffe und benötigte Fette für den täglich Bedarf. Noch dazu hilft die enthaltene Rohfaser und Kieselsäure bei der optimalen Abnutzung der Zähne. Achtung: Erst nach langsamer Gewöhnung darf das Wiesengrün grenzenlos angeboten werden da dies ansonsten zu Verdauungsbeschwerden führt.

Da frische Wiese nicht immer in genügenden Menge (oder oftmals gar nicht) vorhanden ist, wird auch täglich getrocknete Wiese als Heu, den Kaninchen verfüttert. Obwohl Heu getrocknet ist enthält es viele wichtige Mineralien, Vitamine und Fette und sollte daher als Grundnahrungsmittel immer vorhanden sein. Achtung: Das Heu muss täglich ausgewechselt werden damit die Kaninchen aus dem vorhandenen Heu selektieren können. Die Tiere können beschädigtes Heu liegen lassen und limitieren somit Verdauungsstörungen, welche bei der Aufnahme von verdorrten Gräsern vorkommt. Es ist völlig normal das oftmals bis zu 50% des angebotenen Heu nicht gefressen wird.

Frisches Futter und gelegentlich Obst sollte täglich und großzügig zur Verfügung gestellt werden (grobe 80g pro 1kg Kaninchen: es dürfen Frischfutterreste nach der Fütterung vorhanden sein). Kaninchen dürfen sich grundsätzlich am Frischfutter satt fressen das es Flüssigkeit, Vitamine, Eiweiß und Kohlenhydrate enthält. Achtung: Frischfutter immer vor dem Verfüttern gründlich Reinigen und übrig gebliebene Frischfutterreste aus dem Stall entfernen da sonst Schimmel entsteht. Geben sie täglich mindestens fünf verschiedene Gemüsesorten um Mangelerscheinungen zu vermeiden. Die Mischung sollte ausgewogen sein und auf ein Kalzium/Phosphorverhältnis von 1,5 : 1 ist zu achten. Frischfutter darf nicht nur einmal täglich verfüttert werden da dies den Darm ansonsten ungleichmäßig belastet. Daher sollte Frischfutter mindestens 3x täglich verfüttert werden.

Trockenfutter jeglicher Art ist als Energie- oder Kraftfutter zu betrachten und sollte daher nur in sehr geringen Mengen verfüttert werden. Es handelt sich hiermit nicht um die Grundnahrung und sollte auch nicht so betrachtet werden. Zu viel Trockenfutter kann schnell zur Fettleibigkeit der Kaninchen führen. Das "bunte" Futter, welches primär im Tierhandel angeboten wird ist wegen den chemischen Zusatzstoffen, dem zusätzlichen Fett und Zucker, sehr ungesund und sollte daher nicht verfüttert werden. Die ganzen "Leckerlies für Kaninchen" enthalten auch immer sehr viel Zucker und Honig, was wiederum zu gesundheitlichen Schäden führen kann. Die Devise heißt: desto natürlicher desto besser und verträglicher für die Kaninchen. Daher empfehlen wir natürliche Pellets und Getreide (z.b Hafer, Gerste und Maisflocken) als Trockenfutter.

Frische und/ oder getrocknete Zweige sollten auch den Kaninchen angeboten werden. Die Rinden enthalten viele Mineralien und sekundäre Pflanzstoffe. Noch dazu wird das Zahnfleisch beim Benagen der Zweige massiert und die Zähne werden somit natürlich gekürzt. Auch die Blätter dürfen mit verfüttert werden.

Frisches Wasser gehört natürlich zur täglichen Fütterung. Wasser muss ein bis zweimal täglich gewechselt werden. Wir bieten Wasser in Schüsseln da sich in den Nippeltränken oftmals Bakterien sammeln und die Zungen der Kaninchen im Winter an den Tränken anfrieren können.

 

Frischfutter Liste:

Das meiste Frishfutter nicht schälen, da in den Schalen die meisten Vitamine sind!

  • Apfel (wird äußerst gerne gegessen aber nicht zu oft da sie sehr süss sind, die Schale ist das gesündeste. Kerne MÜSSEN entfernt werden!)
  • Karotten (meistens das Lieblings Essen aller Kaninchen! Aber Vorsicht, wenn man zu viel gibt wird der Urin rot, kann ruhig die ganze Karotte verfüttert werden, aber das Kraut sollte nicht oder in geringen Mengen, verfüttert werden!)
  • Orange (wird gerne gefressen, jedoch in geringen Mengen, ohne Schale verfüttern, vitaminreich)
  • Beeren (eher selten geben und nur reife Beeren, enthält viel Zucker)
  • Salat (so gesund er auch sein mag enthält er oft viele chemische Substanzen, daher ist angebauter oder Bio Salat am besten da er nicht gespritzt wird. Nicht in Unmengen verfüttern, kein Eisbeersalat!)
  • Gurken (Enthalten sehr viel Wasser und sind gesund, wird meistens gut vertragen, für ein paar Kaninchen ist es besser wenn man die Gurke schält)
  • Paprika (Verbeugung gegen Krebs, in geringen Mengen geben, alle Farben können verfüttert werden aber reife Paprika enthält viel Zucker)
  • Birnen (in geringen Mengen und selten da sie zu Durchfall führen können)
  • Broccoli (in geringen Mengen da es zu Blähungen führen kann, es stärkt jedoch die Abwehrkräfte)
  • Fenchel (kann Täglich verfüttert werden, hat hohen Vitaminanteil
  • Kiwi (selten und in geringen Mengen, ist hilfreich im Fellwechsel, schälen)
  • Achtung: Kohl fürt zu Durchfall und Blähungen und sollte somit nicht verfüttert werden

Zweige:

  • Apfelbaum (Blätter und Zweige)
  • Haselnuss (Nur Blätter und Zweige, Nüsse führen oft zu Darmblockaden oder Durchfall)
  • Fichte (Fichtenadeln als Tee oder getrocknet, wirkt schleimlösend und entzündungshemend)
  • Rosenblätter (nur wilde Rosen, nur die Jungen Blüten verfüttern)
  • Johanisbeerblätter (Blätter und Zweige)
  • Heidelbeereblätter (Blätter und Zweige)
  • Brombeereblätter (ohne Stacheln und nur getrocknet)
  • Birke (Zweige und Blätter, gut gegen chronische Harnwegentzündungen, als Tee hautreinigend, Harntreibend, oder kalt als Trank)

Giftige Pflanzen:

  • Fingerhut, Lilien, Maiglöcken, Geranien, Herbszeitlose, Bärlauch, Efeu, Sauerklee, Schneeglöckchen, Sommerflieder, Holunder
  • Buchsbaum, Essigbaum
  • Bohnen, Stechapfel, Heckenkirsche, manche Avokadosorten (Avokado ist grundsätzlich immer unverträglich)
  • Achtung: Es wurden nicht alle Giftpflanzen aufgelistet

 

Keine Einzelhaltung


Einzelhaltung ist Tierschutzgesetzlich verboten!

Kaninchen leben in der Natur immer in Gruppen und sind daher sehr gesellige Tiere. Deshalb sollten sie sich immer für mindestens zwei Kaninchen entscheiden.

Kaninchen wären sehr unglücklich alleine: sie grasen und kuscheln miteinander, putzen sich gegenseitig und etablieren eine strenge Rangordnung.

 

Der Käfig, Standort, Zubehör und Auslauf

 

Egal ob Außen Haltung oder Innenhaltung, der Käfig und dessen Standort spielt eine grosse Rolle in der richtigen Haltung von Kaninchen.

Die Grösse von dem Käfig oder Stall sollte mindestens 2m² in Anspruch nehmen. Die Devise heißt: desto größer desto besser.

In der Außen Haltung muss der Stall gut isoliert und Marder, Fuchs und Sturmfest sein. Der Stall sollte in einem geschützten Ort stehen und nicht direkt von der Sonne angestrahlt werden, da er sonst überhitzt wird und die Kaninchen einen Hitzeschlag erleiden.

In der Innenhaltung wäre ein standfester Käfig Ideal. Er sollte erhöht in einem ruhigen Raum platziert sein. Wenn andauernd Kinder, andere Haustiere und Staubsauger Geräusche in der nähe des Käfigs sind, kommen die Tiere nie zur Ruhe und sind nur gestresst. Nie den Käfig neben einen Heizkörper stellen, da auch die Gefahr eines Hitzeschlages besteht.

Ein dauernder Wechsel zwischen der Innen und Außen Haltung darf nicht stattfinden, da ansonsten der Fellwechsel nicht ordentlich verläuft. Dies führt zu Erkältungen und anderen Beschwerden der Tiere.

Der Stall sollte mindestens einmal wöchentlich gründlich gereinigt werden. Wasser und Futterschüsseln müssen täglich gereinigt werden.

Sie sollten ihren Kaninchen natürlich täglichen Auslauf gönnen, sei es im Garten oder in der Wohnung. Der Auslauf sollte grenzenlos oder für mehrere Stunden angeboten werden. Im Garten dürfen Kaninchen nur in komplett gesicherten Gehegen ihren Auslauf genießen. Achtung: Kaninchen buddeln sehr gerne und brauchen daher ein ausbruchsicheres Gehege! Schatten muss immer vorhanden sein wegen der Gefahr eines Hitzeschlages. Wasser sollten sie ebenfalls ihren Tieren im Auslauf bieten.

 

Die Ausstattung für den Stall oder Käfig:

  • Schlafhäuschen
  • Unterschlupfmöglichkeiten für den Auslauf
  • Etagen (Ebenen) im Stall/ Käfig
  • Rampen/Treppen damit die Etagen verbunden sind
  • Futter und Wasser Schüsseln
  • Einstreu (Stroh, Hobelspäne, Woodchips nicht Katzenstreu)
  • Heuraufe
  • Verschiedenste Beschäftigungsmöglichkeiten (auch für den Auslauf)

 

 

Gefahren für die Kaninchen

 

Vorsicht ist immer geboten!

 

  • Andere Menschen/Fremde und Haustiere
  • Giftige Pflanzen
  • Stromkabel
  • Einklemmen bei Türen
  • Hitzeschlag

 

 

Die Pflege

  • Fellpflege: Vermeidet Fellknoten
    • Kurzhaar: Sporadisch mit einer weichen Bürste. Kurzhaar Kaninchen brauchen nur wenig Fellpflege.
    • Langhaar: Mindestens einmal wöchentlich (gründlich) mit einem Kam. Fellknoten mit einer Babyschere rausschneiden.
    • Löwenköpfchen: Ein bis zweimal im Monat mit einem Kam. Öfter im Fellwechsel.
  • Krallenpflege: Im Jahr wachsen die Krallen bis zu 10cm. Daher sollten sie die Krallen circa alle drei Monate schneiden. Für die Krallenpflege wird eine Krallenschere/Krallenzange benutzt. Diese ist in jedem Tierhandel zu finden. Wir sind bei der Krallenpflege gerne nach Abfrage behilflich!

Wenn sie sich beschließen dem Kaninchen selbst die Krallen zuschneiden, müssen sie dies mit Andacht vorgehen. Es darf immer nur die Spitze einer Kralle weggeschnitten werden. Niemals dürfen sie in den "roten Strich" reinschneiden, da sich dort ein Blutgefäß und viele Nerven befinden. Achtung: Bei dunkleren Krallen ist es sehr schwierig dieses Blutgefäß zu erkennen. Wir empfehlen das Durchleuchten mit einer Lampe.

  • Ohren und Augen Pflege: In den Ohren sollten sich keine Verkrustungen befinden. Wir empfehlen ihnen die Ohren regelmäßig mit Watte zu säubern. Die Augen sollten klar sein und nicht tränen.
  • Zahnkontrolle: Obwohl die Zähne regelmäßig nachwachsen können Kaninchen sie beim nagen und fressen in natürlicherweise Abschleifen. Wenn jedoch ein Zahnproblem vorhanden ist, müssen die Zähne dringend regelmäßig beim Tierarzt kontrolliert und geschliffen werden, da das Tier ansonsten nichts mehr fressen kann. Das Obergebiss sollte immer knapp vor dem Untergebiss zubeißen.

 

 

Das richtige Hochnehmen

 

Das Hochnehmen für ein Kaninchen verbindet sich immer mit viel Stress. Daher ist Vorsicht geboten!

1. Nähern sie sich langsam von vorne an das Kaninchen

2. Lassen sie das Kaninchen ihre Hand schnuppern

3. Greifen sie vorsichtig am Nacken damit das Tier nicht flüchten kann

4. Mit einer Hand wird das Hinterteil geschützt

5. Die andere Hand greift vorne unter den Vorderpfoten

6. Sobald man das Tier hochgehoben hat, legt man es sich am Körper (eine Hand stützt noch immer das Hinterteil, die andere gibt Halt vorne)

 

 

Engewöhnung

 

Wir empfehlen dass sie die Transportbox mit den Zwergen, bei der Ankunft in den Stall setzen. Die Kaninchen werden nach kurzer Zeit das neue Zuhause selbständig erkundigen.

Bitte gönnen sie ihren Kaninchen die ersten Tage viel Ruhe. Wenn die Tiere fressen, neugierig sind und sich entspannen dürfen sie sich sehr gerne mit den Kaninchen unterhalten. Somit gewöhnen sie sich an ihre Stimme und Präsens. Greifen sie nicht unvermittelt oder von oben nach dem Tier und vermeiden sie laute Geräusche. Sie dürfen sich gerne vor dem Stall hinsetzen und die Hand den Tieren hinstrecken. Dies ermöglicht den Kaninchen ihren Geruch aufzunehmen. Nach kurzer Zeit dürfen sie ausprobieren ob die Tiere aus ihrer Hand Fressen. Falls dem so sei, fühlen sich die Kaninchen schon sehr wohl in ihrer Gegenwart- keine Sorge wenn dieser Schritt des Vertrauens jedoch länger dauert.

Sie sollten ebenfalls die sofortige Vergesellschaftung mit einem fremden Kaninchen vermeiden. Eine unmittelbare Zusammenbringung bedeutet immer viel Stress für den Neuzugang und sollte daher erst nach der Eingewöhnung stattfinden. Nach ein paar Tagen können sich die Kaninchen in einem neutralen Auslauf oder Raum kennenlernen. Sie sollten sich nicht Sorgen wenn sich die Kaninchen die ersten Tage jagen. Dies regelt sich nach 2-3 Tagen wieder und wird nur gemacht um die Rangordnung einzuteilen. Falls die Streiterei jedoch blutig wird, müssen sie sofort eingreiffen und eventuell einen anderen Partner suchen.

 


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